Neue Rockband BLACK HEATH ROCK: Ein Einstand wie ein Paukenschlag!

Vinylcafe „Schwarzes Gold“ in Dorsten stand Kopf – Location steht für Live-Musik, Barkultur und Nachwuchsförderung – „BHR“ bringt uns eindrucksvollen, ehrlichen und handgemachten Bluesrock

von Werner Kilian

Dorsten, Fürst-Leopold-Platz. Am Gründonnerstag wurde im legendären Vinylcafe „Schwarzes Gold“ Musikgeschichte im Kleinen geschrieben. Die frischgebackene Ruhrpott-Formation BLACK HEATH ROCK lud zu ihrem ersten offiziellen Livekonzert – und was die Besucher dort erlebten, war kein gewöhnliches Debüt, sondern eine Demonstration in Sachen ehrlichem, handgemachtem Bluesrock.

Doch zunächst zum Veranstaltungsort: Das Vinylcafe „Schwarzes Gold“ in Dorsten ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern hat sich zu einer der wertvollsten Institutionen für Live-Musik und Barkultur in der Region entwickelt. Was die Location jedoch wirklich einzigartig macht, ist sein unermüdliches Engagement für die Live-Kultur.

Es ist ein Ort, der beweist, dass Leidenschaft für Vinyl, exzellente Gastronomie und echte Nachwuchsförderung eine unschlagbare Beziehung eingehen können. Wer ehrliche Musik in einer Atmosphäre voller Wärme erleben möchte, kommt am Fürst-Leopold-Platz 3 in Dorsten nicht vorbei.

Der Spirit der Rock-Tage ist zurück

Und genau hier präsentierte die neue Rockband BLACK HEATH ROCK ihr erstes Live-Concert überhaupt. Schon beim ersten Riff war klar: Hier stehen keine Amateure auf der Bühne, sondern leidenschaftliche Musiker, die den Rock’n’Roll & Blues nicht nur spielen, sondern atmen. Die „Jungs“ von „BHR“ bringen zusammen über 100 Jahre Musikerfahrung auf die Bretter. Dass die Bandmitglieder ursprünglich aus verschiedenen Musikrichtungen kommen, erwies sich als ihr größter Trumpf. Mit einer beeindruckenden Disziplin und spürbarem Spaß an der Sache haben sie eine Einheit geformt, die den Spirit der großen Rock Tage der 60er und 70er Jahre direkt ins Hier und Jetzt transportiert.

Im Mittelpunkt des Abends stand der ehrliche Bluesrock, ohne Schnörkel, aber mit jeder Menge Druck. BLACK HEATH ROCK servierte ein Repertoire, das das Herz jedes Rock-Liebhaberherz höherschlagen ließ. Die Band interpretierte die großen Klassiker nicht einfach nur so, sie füllte sie mit neuer Energie: Alle mit den treibenden Rhythmen von CCR und STATUS QUO bis hin zum erdigen Sound von ZZ TOP und BAD COMPANY. Mit den anspruchsvollen Stücken von GARY MOORE und TEN YEARS AFTER erzeugten sie im Publikum Emotionen, die so manch einen mit einem Staune Mündchen zurückließ.

Eine Setlist für Kenner und Genießer

Und natürlich der Groove, der bei Hymnen von FREE und den HOLLIES das Set abrundeten. Ganz speziell natürlich die Stücke von STATUS QUO, die eine Geschichte haben auf die wir gleich noch eingehen werden. Aber die Crew hat noch weit mehr als das im Set-Koffer. Mit „We will rock you“ und „Shuffle my Soul“ lieferten sie auch selbstgeschriebene und komponierte Stücke in ihrem Programm, was einmal mehr zeigt, wie kreativ diese vier Jungs sind.

Was BLACK HEATH ROCK am Freitagabend ablieferte, war ein leidenschaftliches Plädoyer für den Handmade Rock. Es war spürbar, wie viel Arbeit und Herzblut in die Vorbereitung dieses Projekts geflossen sind. Die Kombination aus der warmen Akustik des Vinylcafes und dem druckvollen, disziplinierten Spiel der Band sorgte für eine Atmosphäre, die man so nur noch selten findet.

Holger: Der Mann zwischen Boogie-Rock-Erbe und Bluesrock-Leidenschaft

An der Rhythmus- und Leadgitarre steht mit Holger Hoffmann ein wahrer Gitarrenvirtuose auf der Bühne, der seine Wurzeln im klassischen Rock hat. Als langjähriger Gitarrist von PURE QUO, der ehemaligen erfolgreichen STATUS QUO-Tributeband, hat er den Sound und die Kunst des typischen Quo-Grooves der legendären Boogie-Rocker aus England im Blut und bis ins Detail verinnerlicht.

Holger ist ein Perfektionist, der die Sprache des klassischen Rock’n’Rolls und Blues perfekt beherrscht und sich gerade im Ruhrpott einen Ruf als versierter Musiker erarbeitet hat. Seine Spielweise ist geprägt von den großen Gitarren-Legenden der 70er Jahre, wobei er stets Wert auf einen authentischen, „erdigen Sound“ legt. Bei BLACK HEATH ROCK kann er sich weiter frei entfalten und zeigt damit seine Vielseitigkeit. Für die Band und die gesamte Rockszene ist er ein Gewinn für jeden Liebhaber handgemachter Musik.

Jörg der Visionär, Organisator und leidenschaftlicher Rock-Enthusiast

Mit Jörg P. Beenen verfügt die „BHR“ über einen wahren Visionär, Organisator und leidenschaftlichen Rock-Enthusiasten. Er verkörpert weit mehr als nur ein Musiker in einer Band; er ist der Motor hinter BLACK HEATH ROCK. Und das mit einer klaren Vision und einer ordentlichen Portion Disziplin. Er atmet den Geist des ehrlichen Bluesrocks und sein Engagement geht über das Musikalische hinaus und umfasst auch die gesamte Organisation und das Branding der Band.

Für Jörg steht die Authentizität an erster Stelle. Er ist der Hüter des klassischen Sounds und steht für die Leidenschaft des Originals. Ihm geht es nicht um technische Spielereien, sondern darum, die Seele von Songs wie denen von FREE, CCR oder ZZ TOP einzufangen. Mit seiner starken Frontman-Art versteht er es meisterhaft, die individuellen Stärken von Charakterköpfen wie Holger Hoffmann und Basser Martin Weber zu einem kompakten Gesamtsound zu bündeln. Er ist die wahre Schnittstelle im System. Er hält die Fäden zusammen und sorgt dafür, dass aus über 100 Jahren Musikerfahrung keine bloße Zahl, sondern eine explosive Einheit auf der Bühne wird.

Wenn Jörg P. Beenen auf der Bühne steht, spürt man die Freude darüber, dass seine Vision Wirklichkeit geworden ist. Er ist der lebende Beweis dafür, dass Rock’n’Roll keine Altersgrenze kennt, solange der Spirit stimmt. Der Frontmann verkörpert die Disziplin des „Ruhrpott-Rockers“, der weiß, dass Erfolg das Ergebnis von harter Arbeit und echter Leidenschaft ist.

Martin, der Basser: Das rhythmische Kraftwerk hinter BLACK HEATH ROCK

Das rhythmische Fundament und die treibende Kraft hinter dem Tieftöner ist die Welt von Martin Weber. Martin ist ein Bassist der „alten Schule“ – im besten Sinne des Wortes. Sein Spiel definiert sich nicht durch überladene Eskapaden, sondern durch jene seltene Mischung aus unerschütterlichem Timing, einem tiefen, warmen Ton und der Fähigkeit, einer Band den nötigen „Druck von unten“ zu verleihen. Als Gründungsmitglied der ehemaligen QUO-Band PURE QUO hat auch Martin den legendären „Shuffle-Rhythmus“ und Groove von Status Quo in den Fingern. Damit meistert er die schwierige Aufgabe, den treibenden Achtel-Bass, der für den Boogie-Rock so essenziell ist, stundenlang mit absoluter Präzision durchzuhalten.

Mit dem Wechsel zu BLACK HEATH ROCK hat Martin Weber seinen musikalischen Horizont erweitert und beweist nun eine beeindruckende stilistische Flexibilität. Über die vielen Jahre ist er zu einem absoluten Vollblutmusiker gereift, der die Geschichte des Rock im Ruhrgebiet aktiv mitgeschrieben hat. Bei „BHR“ beweist er eindrucksvoll, dass er seine Wurzeln im Boogie-Rock perfekt mit der Freiheit des Blues kombinieren kann und damit für die Band ein Fels in der Brandung ist.

Bernd, der unaufhaltsame „Bühnen-Frischling“: Drummer zwischen Dynamik und Disziplin

In einer Band, die sich dem ehrlichen, handgemachten Bluesrock verschrieben hat, ist das Schlagzeug weit mehr als nur Begleitung – es ist das Fundament. Bernd Kämmerer hat bei BLACK HEATH ROCK diese unverzichtbare Rolle übernommen. Dabei muss gleich zu Beginn eine ganz große Anerkennung und Respekt ausgesprochen werden. Denn: Bernd hat zuvor noch nie in dieser Form auf der großen Bühne gestanden, hat seine Drummerfertigkeiten immer nur im eigenen Proberaum kreiert, weil es einfach aus beruflichen Gründen nicht für mehr passte. Auch er ist wieder der Beweis, dass man für den guten alten Bluesrock nicht zu alt ist. Er ist bei „BHR“ der Mann, der den „Puls“ vorgibt, an dem sich Gitarren und Bass orientieren.

Bernds Schlagzeugspiel zeichnet sich durch eine besondere Charakteristik aus, die perfekt zum Repertoire der Band passt. Seine schnörkellose Ehrlichkeit ist ganz im Sinne des „Handmade Rock“. Er ist der Herzschlag von BLACK HEATH ROCK. Ohne seine Präzision und seine unermüdliche Energie im Hintergrund würde dem Sound der Band die entscheidende Erdung fehlen. Er ist das unverzichtbare rhythmische Rückgrat und Garant für die Band mit einem tiefen Verständnis für den Groove, der den Bluesrock erst zum Leben erweckt.

Fazit: Handgemacht, ehrlich, stark

Wer BLACK HEATH ROCK am Freitag verpasst hat, sollte sich diesen Namen ganz dick im Kalender anstreichen. Der Ruhrpott ist um eine erstklassige Rock-Formation reicher, die beweist, dass Erfahrung und Spielfreude die beste Rezeptur für einen unvergesslichen Abend sind.

Ein Einstand nach Maß – wir wollen mehr davon!